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Die Kirche in Sitten

Der Ort Sitten wurde wahrscheinlich schon von den Wenden gegründet. In Urkunden aus dem Jahre 1213 wird der Ort Sytin, Sitin und Sitten genannt. Zunächst eine zum Rittergut gehörige Kapelle, war die Sittener Kirche im Jahre 1215 ein Filial von Leisnig, später bis 1529 von Börtewitz. Ein Kirchenbau ist also schon am Anfang des 13. Jahrhunderts entstanden. Die vermutliche Kapelle bildet in der heutigen Kirche den Altarraum und die Sakristei, beide mit spätgotischem Gewölbe errichtet. An die frühere Kapelle ist später das heutige Kirchenschiff angebaut worden.

  Die Kirche in Sitten  
 
 
Über die Jahrhunderte war die Geschichte Sittens wie die der umliegenden Orte bewegt. In Sitten gingen so kostbares Kircheneigentum,  Kelch, Hostienteller, Kanne, Leuchter,wertvoll bestickte Tücher … bei der Plünderung Sittens 1643 durch die Schweden verloren.

1669 stiftete Rupert von Vittinghof einen den gesamten Altarraum ausfüllenden Altar, der nach dem Muster des Altars der Leisniger Stadtkirche gefertigt wurde von Valentin Otte, einem Bildhauer in Meißen, und Johannes Richter, Kunstmaler in Meißen. Als zentrale Figur stand in der Mitte des Altars eine fast lebensgroße Christusfigur "Ecce homo".

Im und am Kirchgebäude sind noch bedeutende Zeugnisse der Vergangenheit  zu sehen, im Innern beispielsweise ein sehr schönes barockes Epitaph für die 1730 verstorbene und in der Kirche bestattete Hofrätin Ida Lucia v. Schleinitz. 1730 erhielt die Kirche durch Reparatur und Neugestaltung ihren jetzigen Zustand; diese Renovierungsarbeiten  wurden gefördert durch die Familie v. Schleinitz.

Von genannter Hofrätin ist die Anschaffung eines Positivs im Jahre 1722 für die Sittener Kirche bekannt; dieses Positiv wurde 1823 durch eine Orgel ersetzt, die wiederum 1892 durch eine neue ersetzt wurde. Heute steht auf der Empore ein dreiregistriges Positiv der Firma Sauer.

Das Geläut der Kirche wird 1900 als aus zwei Glocken ohne Umschrift bestehend beschrieben. Sie mußten im I. Weltkrieg nicht zu Kriegszwecken abgegeben werden. Es wird angenommen, daß ihre Fertigung mit dem Jahr der Turmerneuerung in Beziehung steht.

Erhaltungsarbeiten am Gebäude waren immer wieder nötig, von ihnen wird öfter berichtet. Im Jahre 1876 schlug ein Blitz in den Kirchturm, durchschlug das Gewölbe und zerstörte den 1669 erbauten ansehnlichen Altar, nur der "Ecce homo" (aufgestellt heute im Altarraum der Kirche) und zwei weitere hölzerne Figuren vom Gesims des Altars, ausgestellt auf der Burg Mildenstein in Leisnig, sind erhalten. Bei diesem Blitzschlag verbrannten auch die Papiere im Turmkopf. Der Turm mußte des Blitzschlags wegen erneuert werden. In den Jahren 1988 und 2009 erfolgte die Außensanierung der Kirche.
  Blick auf den Altar  
 
 
 
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