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Die Kirche in Leipnitz

Im Jahr 1700 erhielt der sächsische Oberforstjägermeister Wolf Dietrich von Erdmannsdorf, der derzeit auf Schloß Kössern saß, vom sächsischen Kurfürsten August dem Starken das Patronatsrecht über die Kirchgemeinde Leipnitz. Um sich dieser Gunst würdig zu erweisen, beantragte von Erdmannsdorf einen Kirchenneubau anstelle der alten,  baufälligen Kirche. So konnte im Jahr 1704 der bis heute noch weitgehend erhaltene, barocke Kirchbau eingeweiht werden. 1842 wurde eine gründliche Innenrenovierung vorgenommen, in deren Zuge die Kirche dem damaligen Zeitgeschmack angepaßt  worden ist. Doch mit den Restaurierungsmaßmahmen im 20. Jahrhundert wurde die Kirche wieder in  ihren Ursprungszustand zurückversetzt. So bietet sich heute dem Gottesdienstbesucher ein heller, freundlicher Kirchenraum dar mit einer an drei Seiten umlaufenden Empore, Rittergutslogen zu beiden Seiten des Altarraumes und der Orgel sowie vielen barocken Schmuckelementen.

  Die Kirche in Leipnitz  
 
 
Zum Erntedankfest 2001 feierten die Leipnitzer den Abschluß der umfangreichen Restaurierung ihrer Kirche. 2006 ist die Innengestaltungsveränderung abgeschlossen worden; an den Emporenfeldern wurden – wie von der Gemeinde beschlossen – Tafeln mit den Texten der Zehn Gebote angebracht. In den Zehn Geboten zeigt sich Gott der Welt. Unser Glaube lebt nicht von Luft und Liebe oder freier Phantasie. Ohne gute Regeln gelingt kein Leben und kein Glaube. Zu den Zehn Geboten haben wir Stellung zu beziehen. Die Sätze sind klar und verständlich. Das macht sie leicht. Wie leicht fällt es uns, uns klar und verständlich ihnen gegenüber zu verhalten?

Die Turmuhr aus dem Jahr 1858 kündet noch heute den  Bewohnern des Ortes, was die Stunde geschlagen hat; die Orgel, erbaut 1906 durch die Orgelbauanstalt Schmeisser in Rochlitz, begleitet den Gesang der Gemeinde.

Die Geschichte der Glocken läßt sich zurückverfolgen bis in das Jahr 1483 (kleine Glocke) und 1490 (große Glocke) Diese beiden Jahreszahlen standen auf den beiden Glocken, die aus der alten Kirche in die neue übernommen wurden.  1865 beschloß man, drei neue Bronzeglocken anzuschaffen. Zwei Weltkriege forderten vom Geläut ihren Tribut: 1917 wurden die drei Glocken von 1865 abgeliefert, und von den 1924 von der Apoldaer Glockengießerei gelieferten neuen Bronzeglocken  überlebte nur die kleinste den nächsten Krieg. Heute rufen die drei 1956 gegossenen Stahlglocken mit ihrem Geläut die Menschen zu Gottesdienst und Gebet, zu Besinnung und Feier. Vierzehntäglich wird in der Leipnitzer Kirche Gottesdienst gefeiert.

  Blick auf die Orgel  
 
 
Wie schon oben erwähnt, gab es einen Vorgängerbau, die alte Kirche. Sie war jedenfalls kleiner als die heutige, man weiß eigentlich so gut wie nichts über sie. 1250 hat sie wohl schon gestanden, an gleicher Stelle auf dem kleinen Hügel mitten im Dorf … Aber ein paar alte Dinge aus dieser alten Zeit sind uns bis heute geblieben:
u. a. das Denkmal an der Ostseite der Kirche (um 1580, aus Sandstein, ein Mann in Rüstung mit zum Gebet zusammengelegten Händen), das Giebelkreuz aus Rochlitzer Porphyrtuff, der Pilgergrabstein aus dem 13. Jahrhundert, ein Kruzifix (etwa 450 Jahre alt, jetzt in unmittelbarer Nähe der Kanzel), ein Stundenglas und das Sakramentshäuschen aus wahrscheinlich vorreformatorischer Zeit.

  Blick auf den Altar  
 
 
Das lebensgroße Kruzifix ist besonders eindrucksvoll. Die Christusfigur und das Kreuz sind aus Holz gefertigt. Dieses Bildwerk entspricht dem Typus Christus im Elend. Im späten Mittelalter dienten die Christusfiguren als Andachtsbild zur Meditation. Das betont realistische Aussehen des Bildwerkes sollte es den Gläubigen erleichtern, sich mit Christus zu identifizieren und sein Leiden nachzuvollziehen. Die Fassung wurde täuschend echt gestaltet. So dienten auch die Haare der lebendigen Darstellung der Christusfigur. Die Leipnitzer Christusfigur ist deshalb eine Figur mit Echthaaransatz; allerdings dienten diese Haarapplikationen als reine Gestaltungsmittel, ein Zusammenhang zu Haaropfern kann nicht hergestellt werden. 1675 hält man eine Neubemalung des Kruzifixes für angebracht. Darüber gibt folgende Inschrift Auskunft: Zum Andenken unseres Erlösers Jesu Christi hat dieses Cruzifix renovieren lassen George Lochmann, in die 34 Jahr und 20 Wochen allhier gewesener Kirchvater, den 4. Septebr: Ao. 1674.
 
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